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Finger weg

Anmerkung: Hier müsste der Button „Kapitel“ sein, wie „Pflanzen“

Bilder zum Text gefällig? Hier gibt es Infos und Fotos zu einzelnen Kapiteln von „Finger weg“. Wer Lust hat, Fiktion und Realität abzugleichen, wirft einfach einen Blick hinein …

Die Kunst, positiv zu denken
Veröffentlicht am 25.2.2016.

Ja, es hat geschneit. Ende Februar kam plötzlich der Winter. Und der drittergiebigste Schneefall seit 15 Jahren …

Zum Thema …
Reiseleiter. Wie überall, wird auch in La Gomera das Leben immer weiter reglementiert und die Bürokratie schafft Hürden, Bremsen – im Glauben, etwas zu verbessern (hoffe ich wenigstens), Qualitätsstandards zu heben.
Das heißt, ein Reiseleiter muss eine Ausbildung haben, ein Zertifikat. Muss eine Schule besuchen (das heißt für die Gomeros meistens reisen), eine Prüfung ablegen. Und kann dann auf den gesamten Kanaren eingesetzt werden.

Deshalb kann eine Reisegruppe einen sehr kompetenten und fachkundigen Reiseleiter (oder Reiseleiterin, natürlich) haben, der aus Gran Canaria kommt, der aber mit La Gomera nichts zu tun hat und dessen Deutsch und Englisch eher kaum zu verstehen ist. Machen Sie mal gute Witze in einer Fremdsprache!

Energie muss man haben.
Veröffentlicht am 28. März 2016

Das nächste Kapitel im Buch … Energie muss man haben.
Es werden laufend neue Rekorde gemeldet: Mehr Besucher denn je!
2015 stieg die Zahl der Passagiere (in den Häfen) auf den Kanaren um fast 25% an (auf an die 4,5 Mio.). Also, alles inklusive. Normaler Pendlerverkehr, Touristen, Kreuzfahrtschiffe. Tutti.

MEIN SCHIFF weist auf die Nachhaltigkeit ihrer Schiffe hin. Vor allem der Neubauten. Meint aber, Detailinfos gäbe es dann an Bord …

Ab 2020 muss auf hoher See entweder Treibstoff mit einem maximalen Schwefelanteil von 0,5 Prozent verwendet werden oder alternativ eine entsprechende Abgasreinigungstechnik eingebaut sein. Laut Homepage von MEIN SCHIFF senkt eine Entschwefelungsanlage die schädlichen Schwefelemissionen um bis zu 99 Prozent, der Partikelausstoß geht um 60 Prozent zurück. Ab 2016 muss der Grenzwert für Stickoxidemissionen eingehalten werden (Katalysatoren. Das gilt allerdings alles nur für Neubauten!)
Heißt: Derzeit blasen die meisten fröhlich ihren Dreck in die Luft.


Die AIDAcara ist sowohl das älteste, als auch das kleinste der AIDA-Schiffe, sagt Wikipedia …

Von NABU habe ich folgendes Zitat:
„Obwohl die Gesundheitsgefahr, die von ungefilterten Stickoxiden und Rußpartikeln ausgeht, auch den Reedereien hinreichend bekannt ist, seien diese weiterhin nicht bereit, flächendeckend Katalysatoren und Filter einzubauen und die Abgasbelastung so um weit mehr als 90 Prozent zu senken. Rußpartikel dringen tief in die Lunge ein, sind Krebs erregend und können Herzinfarkte verursachen. Unlängst haben auch die Weltgesundheitsorganisation WHO und die deutsche Wissenschaftsorganisation Helmholtz-Gemeinschaft die massive Gefährdung von Anwohnern, Gästen und Crewmitgliedern durch Schiffsabgase bestätigt. Rußpartikel aus Dieselmotoren sind demnach mit der Giftigkeit von Asbest gleichzusetzen. „Aus gesundheitlichen Gründen ist zurzeit auf keinem einzigen Kreuzfahrtschiff Urlaub ratsam“, so Axel Friedrich, weltweit anerkannter Experte für Luftreinhaltung.“
und noch:
„Ein einziges modernes Kreuzfahrtschiff stößt täglich rund 450 Kilogramm Rußpartikel, 5.250 Kilogramm Stickoxide und 7.500 Kilogramm Schwefeldioxide aus. Die Luftschadstoffbelastung, die von den untersuchten 20 Kreuzfahrtschiffen ausgeht, entspricht damit insgesamt derjenigen von rund 120 Millionen modernen Pkw.“
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/kreuzschifffahrt/16042.html

Das stammt allerdings aus dem Jahr 2013. Ich hoffe, da hat sich was verbessert ….

Es gibt sogar einen Emissionsrechtehandel und einen Klilmarechner, der Ihnen sagt, wieviel CO2 Ihr Schiff ausstößt …
http://www.cruisetricks.de/klimarechner-co2-ausstoss-kreuzfahrtschiffe/

Die neue Welle: Ozean Oase.
Veröffentlicht am 28.3.2016.

Schiff Armas 19. März 2016. Die Fähre Naviera Armas verlässt den Hafen bei Sonnenaufgang Richtung Teneriffa, MEIN SCHIFF fährt langsam ein. Hier sieht man schön den Größenvergleich. Die Fähre wirkt wie Spielzeug

Das eine kommt, das andere geht,

Der Hafen wird weiterhin ausgebaut, „verschönert“, perfektioniert. Für die ganz großen Pötte hergerichtet. Konnten sich die Gomeros brüsten, keine Ampel zu besitzen, so ist das jetzt Vergangenheit. Es wurde eine Ampel am Hafenausgang installiert, um den „Massenverkehr“ zu zähmen. Manchmal ist sie in Betrieb … meist nicht.

Mein Schiff legt an

Die neue Mole ist fertig, verlängert. Sodass Schiffe wie MEIN SCHIFF 4 anlegen können. Mit über 2.000 Passagieren an Bord (auf 2-Bett-Zimmer-Basis) und rund 1.000 Besatzung.

Auf der Website von tuicruises ist zu lesen:
Wussten Sie schon?
Auf einer 14-tägigen Reise werden an Bord der Mein Schiff etwa 23.000 Croissants, 1.780 kg Butter und 56.000 Eier verbraucht.
(Über Diesel und Elektrik sage ich jetzt nichts).

Im Buch heißt es, das Lokal im ersten Stock des Hafengebäudes sei geschlossen. Mittlerweile ist es wieder geöffnet! Erfreulich. Es hat zwar den Charme einer Bahnhofshalle und das Essen einer Ich-weiß-nicht-Kantine, aber immerhin kann man einen Kaffee trinken, wenn man auf die Fähre oder auf Gäste wartet.

Weitere erfreuliche Nachricht: Die leeren Glaskästen, die im Buch skeptisch beschrieben werfen („die zum Teil wohl nie eröffnet werden“), sind inzwischen großteils belebt. Souvenirläden, aber vor allem die Autovermieter haben ihre Büros dort eingerichtet.

Es wurden eigene Busspuren, Wartehäuschen, Kreisverkehre, Parkplätze eingerichtet. Wenn gerade kein großer Kreuzfahrer da ist, sieht das alles ein wenig überdimensioniert aus. Aber: wir haben zwei Toilettenanlagen!

Jetzt endet langsam die Saison, im Sommer fahren die Kreuzfahrtschiffe andere Destinationen an.

und tschüss! Bis zum nächsten Mal.

Ein gutes Geschäft
Veröffentlicht am 16. Mai 2016

San Sebastian.

Eine der Attraktionen von San Sebastian ist die „casa colón“. Hier soll angeblich Columbus gehaust haben.
(Was stark zu bezweifeln ist). Es ist ein schönes Kolonialstilhäuschen mit einer ständigen Ausstellung der „Beutestücke“ aus Übersee aus der präkolumbianischen Zeit. Es wird von der Inselregierung geleitet und ist … geöffnet! Immer häufiger.

Casa Aguada. Oder: Wo ist eigentlich der Kolumbus-Brunnen?

Früher Sitz der Touri-Info

Nur ganz kurz. Mehr über San Sebastian gibt´s demnächst …
Das ist das zweite Haus, das von der Inselregierung verwaltet (und geschlossen) wird. Das casa de aguada (oder aduana), das früher die Tourismus-Information und ein kleines Kolumbus-Museum beherbergte. Meist läuft man einfach vorbei – auf der Suche nach dem Kolumbus-Brunnen, der sich im Innenhof versteckt. (Ich muss mal wieder nachsehen, ob er noch da ist!).

Genug Sightseeing (wie gesagt, mehr demnächst). Gehen wir shoppen!
Auf dem „mercadillo“

Artesanía de la isla
Der Kunsthandwerksmarkt auf der Plaza (de la Constitución), wo früher der normale Gemüsemarkt war, der schon seit geraumer Zeit in der finsteren Markthalle am Busbahnhof sein Dasein fristet. Hier findet man Massageöl, Tücher, Parfüm, Filz, (Recycling-)Schmuck, Bildchen, Holzmörser, kurz: was das Herz begehrt. Und Ohrenschützer, gegen den Wind. Dazu noch für einen guten Zweck. Außerdem findet man da die lieben Kollegen, Ute und Günter Finger:

Von Null auf Tausend. Und zurück.
Veröffentlicht am 9. August 2016

Es ist natürlich kühn zu behaupten, auf der Insel gäbe es nichts Gutes zu essen. Hier sind ein paar Beispiele für ausgesprochen gutes und ansprechendes Essen. Degustations-Menü der Gastronomie-Schule, die mittlerweile in San Sebastian ist. Im „Süden“ (San Sebastian, Playa Santiago, Valle Gran Rey) hat man eine große Auswahl an Restaurants, die immer besser werden. Der Norden hinkt noch ein wenig hinterher. Vorsicht geboten ist, wenn einem etwas als besonders „authentisch“ angeboten wird. isla auténtica. Dann ist es meist teuer und mittelmäßig. Behaupte ich jetzt mal …

Früher war die Gastronomie-Schule im Mirador „Palmarejo“, oberhalb vom Valle Gran Rey. Dann stand das Gebäude, geplant von Star-Architekt und Künstler aus Lanzarote, Cesar Manrique, lange leer, wurde zwischenzeitlich kurz geöffnet und ist mittlerweile WIEDER GESCHLOSSEN. Schade. Ein Foto vom Klo habe ich leider nicht …

Einzigartiger Blick ins Tal des großen Königs

Das ist aus besseren Tagen, als man noch die Aussicht ins Tal genießen konnte …

Jetzt muss man sich über die Mauer lehnen, um einen Blick von außen auf den fast „unsichtbaren“ Mirador zu erhaschen.

So dürfte es übrigens ausgesehen haben, als das Prinzenpaar, heute das Königspaar von Spanien, auf das verkohlte Tal geschaut hatten, nach dem Brand 2012.

Heute sieht es erfreulicherweise wieder so aus wie früher. Fast. Grün. Dennoch hat das Feuer seine Spuren hinterlassen. Vor allem bei den BewohnerInnen des Tals. Viele sind gegangen.

Viele verkohlte Palmen haben wieder ausgetrieben. Nicht alle, zugegeben. Die Stämme sind schwarz verkohlt, aber die Wedel präsentieren sich in saftigem Grün. Wer´s nicht weiß, merkt´s nicht … Naja. Aber das Tal ist schön wie eh und je …
Und jetzt noch schnell ein Foto aus „ganz“ alten Zeiten, als alle ins Valle wollten. Vor allem BerlinerInnen.

Agulo, el Bombón de La Gomera
Veröffentlicht am 30. September 2016


Das verträumte Städtchen Agulo, ein Leben in der Postkarte.
Es liegt zwischen Himmel und Hölle, also zwischen Meer (ca. 200 m über dem Meeresspiegel) und dem abgebrochenen Vulkan/Berg (über 600 m hoch) und wirkt auf die Touristen besonders romantisch wegen der aneinanderklebenden Häuschen und kleinen Gässchen. Das beeindruckendste ist die Aussicht auf die Nachbarinsel Teneriffa mit dem Teide als Krönung.

Der Hauptort besteht aus drei Teilen: Agulo „las casas“, „el charco“, „la montañeta“ und mehreren Ortsteilen: Lepe (zugänglich über Playa Hermigua), Las Rosas („sobre Agulo“) Richtung Vallehermoso und La Palmita (+Meriga) in den Bergen (Richtung Nationalpark) mit dem Besucherzentrum „Juego de Bolas“. Agulo ist das kleinste Municipio (Gemeinde) auf der Insel.

Der Wasserfall ist nur noch selten zu sehen, nach heftigen Regenfällen im Winter.

2021: heute „Casa Luis“, comida casera

Das „Betermann“ am Ortseingang von Agulo hat eine lustige Geschichte. In den 80er Jahren stand noch verblasst „artesanía“ an dem zunehmend verfallenden Haus, bis es (in den 90ern) eine Deutsche als Lokal hergerichtet hat. Mit Billardtisch und TV im Hinterzimmer. Und Charme einer Bahnhofshalle. Ja, es gibt auch Deutsche mit gomerischem Geschmack! Diese Dame hieß C. Bertermann. Als sie wieder nach Deutschland ging, übergab sie das Lokal ihrem Angestellten. Der hielt die Kneipe in Ehren, verlor allerdings bei der Renovierung einen Buchstaben, das „r“. Jetzt stand am Eingang „Betermann“, an der Seite verblasste langsam das „Bertermann“.
Jetzt hat das „Betermann“ neue Besitzer – und auch die haben den – doch sehr eigenwilligen – Namen (falsch) übernommen. Aber es hat wieder geöffnet und man kann auf dem weißen Sofa die originelle Neugestaltung des Lokals bewundern. Das Bügeleisen auf der Plancha ist allerdings verschwunden.

Ein spektakulärer Wanderweg führt hinauf zum Mirador Abrante. Von unten sieht es gefährlich aus, der Weg ist aber wunderbar begehbar – und jetzt gibt es sogar eine Abkürzung. Allerdings geht es steil bergauf. Für Menschen mit Höhenangst ist das vermutlich nichts. Die Aussicht ist atemberaubend. Man bleibt alle paar Meter stehen, um ein Foto zu machen (und um zu kaschieren, dass man nach Luft schnappen muss, sprich: Pause machen).

Der Mirador wurde fertiggestellt (Leistung!), stand eine Zeitlang leer und wurde tatsächlich eröffnet. Die Firma Olsen hat sich gegen verschiedene Bewerber bei der Ausschreibung durchgesetzt (!?). In dem Restaurant kann man eine Kleinigkeit essen, die Aussicht genießen und zusehen, wie sich die BesucherInnen auf die Glasplattform wagen. Das ist wie Kino.

Nachdem man den Ausblick ausgiebig genossen hat, kann man in einer gemütlichen Runde den Hang von Las Rosas zurückwandern. Die Wanderer kommen dann hinter dem Friedhof wieder nach Agulo zurück.

Alta de Autónomos
Veröffentlicht am 31. Oktober 2016


Der Spielplatz in Hermigua, ehedem geplant als Austragungsort der „lucha canarias“, einer lustigen Kampfsportart, in der Männer seltsame Höschen mit aufgerollten Hosenbeinen tragen …

Der Pfau scheint das Zeitliche gesegnet zu haben oder er ist doch noch ein Opfer des Verkehrs geworden. Mir ist über sein Schicksal nichts bekannt. Aber eine Menge Enten gibt´s im Park.

San Sebastian. Strandpromenade.

Als ich neulich ein paar Fotos der Flamboyants machen wollte, suchte ich sie vergebens. Ist mir gar nicht aufgefallen, dass die weg sind! Einfach verschwunden. Ich musste erst ein älteres Foto rauskramen, um mich daran zu erinnern, wie das war … Rechts müssten die kleinen Bäumchen stehen – nix. Immerhin sind die Palmen noch da.

Playa de la Cueva

einfach gemütlich

Playa de la Cueva. San Sebastian. Heute muss man nicht mehr durch den Tunnel mit der Kläranlage gehen, um zu diesem idyllischen Strand zu kommen. Eine Straße führt direkt hin. Es gibt ein richtiges Restaurant (El Charcón) anstelle des „Chiringuito“ von damals. Und den Tauchclub. Allerdings kann sich das Meer hier auch wild aufführen, im Winter …

und manchmal sehr ungemütlich …

La Cumbre

Es gibt einen tollen Wanderweg über den Tunnel des „Cumbre“.
Der Blick führt über das gesamte riesige Tal nach San Sebastian. Südseite. Auf der anderen Seite steht man plötzlich im Wald. Völlig andere Vegetation, anderes Klima. Beeindruckend.

Ankunft Agulo.
Die berühmte Pension Mercedes. Direkt gegenüber der Kirche in Agulo und neben dem Rathaus, dem Ayuntamiento. Heute steht das riesige Haus leer. Es ist zu vermieten (haha). Wer will?

Die Kirche gegenüber – aus dem frühen 20. Jahrhundert.

(Anmerkung: Leider habe ich hier den grünen Button „Pflanzen“ versehentlich gelöscht!)

Wie sehen die Pflanzen aus, die im Buch erwähnt werden? Hier drücken!